• Pay a Blogger Day – 29. Nov.

    by  • 26. November 2011 • 0 Comments

    Das ist schon hart: Die wissenschaftliche Berechnung der Website www.payablogger.org hat messerscharf geschlußfolgert, dass ich mit meinem Blog noch nicht einmal eine Tasse Kaffee verdient haben kann. Und recht hat sie. Leider.

    Nein, so dramatisch ist die ganze Angelegenheit gar nicht. Ich blogge ja primär zu meinem Vergnügen. Aber etwas enttäuscht bin ich schon von der Idee des Crowdfunding, Social-Payment, oder wie man es auch immer nennen mag. Denn angeklickt hat die schönen bunten Flattr-Buttons noch niemand.

    Deshalb machen wir halt jetzt ein Super-Minusgeschäft: unter allen Lesern, die den Flattr-Button anklickt und sich in einem Kommentar dazu outen, verlose ich eine kleine Überraschung. Erwartet bitte nichts Großartiges, aber freuen wird’s. Soviel kann ich versprechen.

    Dasselbe Angebot gilt auch für zwei weitere Blogs in meinem Sammelsurium: multigrade.de und kutschman-on-tour.de. Die Preise werden thematisch sein. Hier wird es sicherlich etwas zum Thema Journalismus geben. Die anderen Preise werden mit Fotografie und Reisen zu tun haben.

    Die Spielregeln sind denkbar einfach:

    1. Flattr-Account so einstellen, dass der Beglückte sehen kann, wer ihn geflattrt hat.
    2. Flattr-Button anklicken.
    3. Kommentar hinterlassen mit E-Mail-Adresse und Flattr-Name sowie dem Stichwort “Bestechungs-Gewinnspiel”.

    Relevant ist für mich der Eingang der Kommentar-Benachrichtigungen in meinem E-Mail-Postfach. Die E-Mail-Adressen sind nicht öffentlich und werden von mir ausschließlich zur Kontaktaufnahme im Falle eines Gewinns genutzt.

    Die Gewinner werden im jeweiligen Blog zusammen mit ihrem Preis veröffentlicht. Das Einverständnis dazu setze ich mit der Teilnahme voraus, ohne es erneut abzufragen.

    Die Verlosung findet unter Ausschluß des Rechtswegs am Abend des 1. Dezember 2011 statt. Und jetzt wünsche ich viel Spaß!

    Kreativinvasion im Kiez

    by  • 20. September 2011 • 0 Comments

    Die sogenannte Kreative Klasse ist derzeit wieder in aller Munde. Man bemüht sie, neue Arten von Arbeit zu definieren, steckt sie in sozio-demografische Ecken und diskutiert Fragen des geistigen Eigentums mit ihren Alpha-Männchen. Besonders aber gewinnt sie an Relevanz in der Diskussion um die Gentrifizierung, also die negativ besetzte Veränderung eines Stadtviertels zum vielleicht doch Besseren. Kreative Arbeit und Gentrifizierung haben dabei allerhand gemeinsam. Ein tieferer Blick in diese trüben Gewässer könnte sich lohnen. Ich will es wagen.

    Schauen wir uns zunächst die Kreative Klasse an. Sie ist per definitionem eine heterogene Masse aus Leuten, die sich mit der Schaffung kulturell oder gesellschaftlich relevanter Werke befassen und damit ihren Unterhalt bestreiten. Mit dieser versuchten Definition habe ich mehr Schlamm aufgewirbelt als an Klarheit jemals zu erreichen ist. Was heißt das? Letztlich kann unter kreatives Schaffen alles subsumiert werden, was ein Mensch kraft seiner Gedanken hervorbringt. Auch ist es egal, ob der Kreative von seinem kreativen Werk selbst lebt, oder davon, dass er darüber schreibt oder referiert. So nähern wir uns der Sache also nicht an. Suchen wir weiter: Was macht die Kreative Klasse aus? (weiterlesen …)

    Kann man mit Blogs Geld verdienen?

    by  • 7. September 2011 • 0 Comments

    Der Journalist bei einer Tageszeitung, ob frei oder fest, hat sein Zeilenhonorar. Was haben wir Blogger? Nüscht. Wir schreiben einfach. Sollte das alles gewesen sein? Außer Spesen nichts gewesen? Ja, so ist das, liebe Leute. Wir machen das zunächst rein zum eigenen Vergnügen. Darauf lege ich auch Wert. Ein Blog ist eine persönliche Angelegenheit. Ich schreibe, was ich denke. Es befriedigt also zuallererst mein Mitteilungsbedürfnis. Der Geldbeutel steht hintenan.

    Dennoch wird man früher oder später mit der Frage konfrontiert: Was bringt dir die ganze Mühe ein? Robert Basic hat das erst kürzlich per Twitter wieder aufgewärmt, was er vergangenes Jahr in seinem Blog thematisiert hat. Ich möchte hier seine These rekapitulieren, die sicherlich aus der reichlichen Erfahrung eines Alpha-Bloggers entstanden ist. Er sagt, dass derjenige schlechtere Karten hat, der primär um des Einkommens willen bloggt. Diese Gruppe der Blogger geht aber an Dinge wie SEO, Werbung, Monetarisierung allgemein zumeist fachkundiger ran. Vorraussetzung für die Monetarisierung eines Blogs ist aber eine große Leserschaft jenseits der Tausend regelmäßigen Leser. Und darauf haben wiederum diejenigen Blogger eine größere Chance, die bloggen, weil es ihnen Spaß macht. Sie werden erfahrungsgemäß die interessanteren Texte hervorbringen und deshalb häufiger gelesen werden. Soviel zu Robert Basic.

    Was heißt das aber für den netten Blogger von nebenan? Soll ich deshalb so Dinge wie Adsense, Flattr- oder Spenden-Button und Amazon-Links gleich weglassen und mich einfach nur mitteilen? Wahrscheinlich. Denn all diese Dinge können auch den Eindruck vermitteln, man mache das tatsächlich zum Geldverdienen. Faktisch bringt das bei meinen derzeitigen Leserzahlen sowieso nichts. Warum ich es trotzdem mache? Weil mich persönlich die Mechanismen dahinter interessieren. Ich konfiguriere gerne und schreibe auch darüber (Kutschman|konfiguriert).

    Der Meta-Talk ist ein beliebtes Thema. Man schreibt oder spricht über das, was man in dem Moment tut, also das Schreiben oder Sprechen. Nur kann man das wahrlich nicht mehr als Nische bezeichnen, die es wohl braucht, um wahrgenommen zu werden. Und damit wird klar, dass sich der gesamte Fragenkomplex letzlich nicht um das Wer oder Wie des Bloggens dreht, sondern sich auf das gewählte Thema reduzieren lässt. Schreibe ich fachkundig über ein interessantes Thema, das von nur wenigen anderen bedient wird, habe ich mittelfristig gute Chancen auf eine treue Leserschaft jenseits der kritischen Masse.

    Was ich hier mache ist das genaue Gegenteil. Ich schreibe einfach drauf los, wähle Themen, die zig andere vor mir durchgekaut haben und kümmere mich einen Dreck darum, ob es jemanden interessiert. Faktisch brauche ich also auch nicht davon träumen, jemals mit diesen Aktivitäten Geld zu verdienen. Macht aber nichts, solange ich Spaß dabei habe.

    Und das sollte doch das Wichtigste sein. Spaß gehört zum Hobby, sonst sollte man es bleiben lassen. Und vielleicht, die Wahrscheinlichkeit ist der eines großen Lottogewinns vergleichbar, finde ich über dem Schreiben ‘mein’ Thema und komme doch noch groß raus. Vielleicht aber auch nicht.

    Stussgebet!

    by  • 31. August 2011 • 0 Comments

    Die Welt ist schlecht. Warum tue ich was ich tue? Ich weiß es nicht. Ich mache mir keine Gedanken. Schlimm. Mit Sätzen unter zehn Wörtern kann man Bücher füllen. Ehrlich. Auch ohne Kommas. Ich hätte es nicht geglaubt. Wahnsinn.

    Wozu eine Debatte über das Urheberrecht?

    by  • 29. August 2011 • 0 Comments

    Gut, ich muss von meinen ‘Werken’ hier nicht leben. Ich nenne sie trotzdem stolz mein Eigen. Irgendwie sähe ich es schon gerne, wenn nicht Hinz und Kunz mit meinen Texten und Bildern machen kann, was er will. Ist diese Einstellung heute nicht mehr en vogue? Wir leben in der Zeit des Internets. Dieses Netz der Netze hat vermeintlich seine eigenen Gesetze. So war auch vorhersehbar, dass die hier herrschende Kultur eine Debatte über geistiges Eigentum hervorbringen würde.

    Was mir an dieser Debatte nicht schmeckt, versuche ich im Folgenden zu erörtern. Ich möchte dazu mit einer Prämisse beginnen, die ich als Grundvoraussetzung ansehe. Es kann nicht angehen, dass jemand das Werk eines anderen als sein Eigenes ‘verkauft’. Dabei geht es mir nicht einmal so sehr um die Verwertung im monetären Sinne, als vielmehr um das Schmücken mit fremden Federn. Ich denke auch, dass das über Grenzen hinweg gesellschaftlicher Konsens ist. (weiterlesen …)

    Vielen Dank, Herr von Bülow

    by  • 23. August 2011 • 0 Comments

    Bild: Wikipedia

    Eigentlich wollte ich diese Zeilen schon am Wochenende schreiben. Ich konnte nicht wissen, dass er sich ausgerechnet am Montag von uns verabschiedet. Vielen Dank, Loriot, für die vielen Stunden der gepflegten Erheiterung, für den sprechenden Hund, das Zeitgefühl der Hausfrau, die Ente des Herrn Dr. Klöbner, das Jodeldiplom und selbstverständlich für die vielen Möpse, die insbesondere uns Männer immer erfreuten. Krawehl, Krawehl.

    Mein Mitgefühl ist bei den Hinterbliebenen, die nun neben dem Schmerz einen Haufen Papier zu verarbeiten haben. Bitte erhalten Sie uns das künstlerische Erbe, dann haben Sie sich das Monetäre auch verdient.

    Wir können es nur vermuten, aber wer so viel Tolles geleistet hat, muss ein glückliches Leben gehabt haben. Mit diesem Gedanken gebe ich das Wort weiter an all die bedauerliche, Verzeihung bedauernden Prominenten und Politiker, die nun Trauerreden halten und Nachrufe verfassen werden. Vielen Dank auch dafür – sie werden ungewollt ebenso für einige Erheiterung sorgen.

    100% Direktsaft naturtrüb

    by  • 20. August 2011 • 0 Comments

    Bloggen ist eine feine Sache. Verglichen mit der klassischen Zeitung, dem Periodikum oder gar dem Buch, ergeben sich doch nur Vorteile. Die kreatve Arbeit der Layouter übernimmt ein Theme-Designer, der sein Werk zig Mal verwerten kann. Ihre tägliche Arbeit des Setzens macht ein CMS. An Stelle des Verlags drängt sich die neue Spezies der Internet Service Provider, kurz ISP. Ist einmal alles eingerichtet – ein Aufwand von vielleicht zwei Stunden – muss der Autor nur noch schreiben.

    Toll, nicht wahr?

    Nein, nicht ganz. Eine weitgehend unterschätzte Instanz ist bei aller Modernisierung auf der Strecke geblieben: die Kontrolle. Kontrolle nicht im Sinne von Zensur, sondern in Form einer Redaktion, eines Lektorats oder zumindest eines Korrektorats. Im Blog wird die ganze Sch***** ungefiltert auf die Menschheit losgelassen, voll im Ökotrend: naturtrüb!

    Was beschwere ich mich? Ich mache es doch auch nicht anders. Auch wieder wahr. Es lebe der moderne Journalismus.

    Prolog

    by  • 19. August 2011 • 0 Comments

    Die Freiheit der Presse wird im Grundgesetz garantiert. Das gilt selbst dann, wenn das Ergebnis mehr als flüssig, sprich überflüssig ist. Auch wenn die handfeste Substanz im Trester zurückbleibt, kann sich der Leser nur durch Wegschauen wehren. Es lebe die Freiheit der Most-Presse.

    In diesem Unsinne verbleibe ich mit saftigen Grüßen
    gez. Kutschman

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